GTEV Siegsdorf

Startseite

 Chieminger Maibaum festlich zurück gebracht

Am 1. Mai haben die Dirndl und Buam den Chieminger
Maibaum, den sie am Ostersamstag gestohlen hatten,
wieder nach Chieming zurückgebracht.
Eine große Schar Siegsdorfer Trachtler begleitete den
festlich geschmückten Baum und das schmucke Fuhrwerk
vom Eder Friedl gemeinsam mit der Blaskapelle und den
Trachtlern aus Chieming auf den Platz vor dem
Chiemseewirt, wo der Maibaum dann mit vereinten Kräften
aufgestellt wurde.

  • DSCF9040
    Maibaum Aufstellen Chieming

Die Aktiven Buam und Dirndl, die für ihre vierwöchige
„Wachterzeit“ eine anständige Auslöse bekamen,
bedanken sich bei allen Helfern und Unterstützern und
ganz herzlich beim „Waife-Bauern“ in Traundorf für die
herzliche Aufnahme und das „Ungemach“.

 

Mit Humor und Volksmusik in den Frühling
Dorfhoagascht in Siegsdorf wieder ein voller Erfolg

(wb) Bereits zum 41. Mal fand am Samstagabend im Siegsdorfer Festsaal ein
Dorfhoagascht statt, der zwischenzeitlich weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus
bekannt ist. Volksmusikgruppen aus dem Chiemgau, dem Salzburger Land und dem Rottal
unterhielten in diesem Jahr die Besucher mit hochklassiger Volksmusik. Peter Mayer
sorgte dafür, dass die Lachmuskeln anständig trainiert wurden und Sepp Kumminger
hatte lustige G`schichtln dabei. Abgerundet wurde der Hoagascht mit einem Einakter über
einen vermeintlichen Kunstraum an einem Kreisverkehr im Ort.

  • DSC01094
    Dorfhoagart Musi 2018

Der Vorstand des Siegsdorfer Trachtenvereins Sepp Geisreiter freute sich bei seiner Begrüßung
über den voll besetzten Saal und die Anwesenheit von Pfarrer Thomas Graf v. Rechberg und
Bürgermeister Thomas Kamm. Seiner Frau Michaela war es wieder gelungen war, namhafte
Volksmusik- und Gesangsgruppen aus der Umgebung zu verpflichten. Mit einem schneidigen
Marsch hatten sich die „Außergebirg Musikanten“ bereits selber überzeugend vorgestellt.
Eigentlich lauter bekannte Gesichter aus dem Chiemgau, die sich im Herbst letzten Jahres in
dieser neuen Besetzung mit Klarinette, Trompete, Steirerziach, Gitarre, Kontrabaß und
Ventilposaune neu zusammenfanden. Ganz im Klangbild der Weißenbacher Tanzlmusi sorgten
sie mit Stückln wie etwa „So tragisch wird`s ned“ oder dem „Almseewalzer“, sauber gestimmt
und gut harmonierend, für schmissige, tänzerische und gemütliche Momente. Bestechend gut
verstanden es die Musikanten auch, die Wirkung der Melodien durch zwei und dreistimmige
Melodieführung und dynamische Akzenten zu unterstreichen. Ein ganz besonderes Schmankerl
hatte deren Posaunist Andi Heindl auf Lager, der kurzerhand seine Steirerziach nahm und das
Publikum solistisch mit Wirtshausliedern, „Weana Schmäh“, einem Couplet und wirkungsvollen
Witzen bestens anzusprechen und zu begeistern wusste. Der „Duschlhof G`sang“, in dem eine
Mutter mit ihrer Tochter und den zwei Söhnen zusammen singt, war aus Baierbach im Rottaler
Bäderdreieck angereist. Sie hatten rare Lieder wie „So a Schnapsal in Ehr`n“ oder „s` Mailüftal
waht“ aus ihrer niederbayerischen Heimat und dem angrenzenden Österreich mitgebracht, die sie
mit angenehm dezenten Stimmen und der Harmonie eines Familieng`sangs vortrugen. Ein
Klangerlebnis, dass durch die Dialektfärbung und die gefühlte Klangmischung aus
Fischbachauer Sängerinnen und Rainbacher Dreigesang weiter aufgewertet wurde. Mit frisch
und überzeugt vorgetragenen Liedern wie „s` Diandl is wundaschee“ oder „Im Brombeerschlog“
stand der „Bachbauern Dreig`sang“ aus Bergen, begleitet mit Steirerziach, ihren
Gesangskolleginnen und Kollegen in nicht`s nach. Das Klangbild war hier aber ein anderes, da
die beiden Männer die oberen Stimmen besetzten und die junge Frau, mit einer markant kräftigen
und tiefen Frauenstimme, den Dreiklang geschmeidig abrundete. Mit dem Lied wie „Is scho still
üban See“ zeigte das Trio auch seine stimmungsvolle, ruhige Seite. Bleibt als vierte Musikgruppe
die „Wengerboch Musi“ aus dem Pongau in der Hauptbesetzung mit Solo-, Begleitgitarre, Zither
und Kontrabaß. Sie zeigten nicht nur, dass sie ihre Instrumente excellent beherrschen, sondern
auch, wie interessant, spannend und ideenreich Melodiestimmen solistisch aufgeteilt oder im
blinden Verständnis wieder harmonisch zusammengeführt werden können. Dass es auch an
Kreativität nicht mangelt, stellten das Quartett mit eigenen Stückl`n wie „Für d` Mama“ oder
„Kletznnudl Polka“ eindrucksvoll unter Beweis. Die Volksmusik- und Gesangsgruppen an sich,
waren bereits Garant für einen Hoagascht der lange in Erinnerung bleiben wird. Mit lustigen
Gschichtln zum Nachdenken über ein „Megaevent Kindergeburtstag“ oder dem Kampf der
Körperorgane um deren Wichtigkeit würzte Sepp Kumminger das Programm zusätzlich. Peter
Mayer als Ansager vermochte es schließlich, dem Ganzen die Krone aufzusetzen. Lustig,
hintergründig, verschmitzt, stichelnd und gepaart mit einer großen Portion Selbstironie und
trockenen Humor, beanspruchte er mit Witzen und Gschicht`ln, die er kurzerhand Siegsdorfer
Trachtlern und Bürger unterschob, oder mit amüsanten Details zu den Gruppen, die Lachmuskeln
des Publikums derart, dass es fast schon „Körperverletzung“ war. Er vergaß aber auch nicht, sich
mit einem „Maisträußerl“ bei Michaela Geisreiter zu bedanken, die sich seit 20 Jahren um die
Organisation der Musikgruppen für den Hoagascht bemüht.

 

  • DSC01018
    Dorfhoagart Theater 2018

Abgerundet wurde der unterhaltsame
Dorfhoagascht schließlich mit einem Einakter, der sich mit der Neugestaltung, beziehungsweise
„Neu-Verunstaltung“ eines Kreisverkehrs im Ort auseinandersetzte. Im Mittelpunkt stand der
zum Schein fastende Pfarrer Thomas der von einer reschen, zielstrebigen Kommissarin
verdächtigt wird, das neue Kunstwerk am Kreisverkehr, welches ein Kreuz, aber auch eine
Rakete darstellen könnte, gestohlen zu haben. Nach manchen Turbulenzen um verschmähte
Fastenspeisen der Pfarrhaushälterin durch den Pfarrer, das von ihr stark beschädigte Auto des
Seelsorgers, des aufgebrachten Gemeindearbeiters, der selber „Dreck am Stecken“ hat und neuen
Erkenntnissen der Ermittlerin, einigen sich schließlich, des Friedens Willens alle darauf, dass der
Bauhof ein neues Holzkreuz stiften muss. Mit kräftigen Applaus bedankte sich das Publikum bei
allen Mitwirkenden für einen gelungenen, heiteren Abend. Wer zur späten Stunde wollte, konnte
sich danach noch von den Außergebirg Musikanten unterhalten lassen.
Werner Bauregger

 

Anstehende Veranstaltungshinweise sind unter “Aktuelles” zu finden